Rückblick auf das Content Commerce Camp 2014

Content-Commerce-Camp

“Zentralstadion Leipzig Skyline”
flickr.com, MatthiasX1, Creative Commons: BY-SA

Wir waren in diesem Jahr Bronze-Sponsor des Content Commerce Camp in Leipzig. Da es bislang relativ wenige spezialisierte Veranstaltungen, bei denen es ausschließlich um Content geht, hat das Barcamp eine Lücke geschlossen. Da die Resonanz sehr positiv ausfiel ist eine Fortsetzung bereits in Planung. Für alle, die nicht dabei sein konnten, werfen wir einen Blick auf die Highlights des ersten Content Commerce Camp.

Schreibende Roboter

Dass Technologie den Menschen ersetzt ist eine Angst, die Menschen umtreibt, seit es die ersten Maschinen gab. In der digitalen Welt ist das nicht anders – und eine wichtige Aufgabe für Software-Dienstleister, die Sorgen zu nehmen und mithilfe von Technologien einen Mehrwert zu bieten. Einen Ansatz im Bereich der Online-Redaktionen, genauer der Content Generation, lieferte die Agentur aexa. Sie bieten eine Software-as-a-Service Lösung an, die in der Lage ist, automatisiert Texte zu erstellen.Im Vergleich zu Lösungen wie unseren Content Audits setzt die Agentur damit an anderer Stelle der Content-Wertschöpfungskette an: nicht bei der Strukturierung und Auswertung von Content, sondern im Operativen, bei der Erstellung von Inhalten. Das lässt Redaktionen natürlich kritisch aufhorchen, denn sie sehen ihre Arbeit bedroht.

Dass es wichtig ist, der Maschine nicht blind zu vertrauen, ist für Agenturchef Saim Alkan nachvollziehbar: “Ein gesundes Level an Skepsis gegenüber den Ergebnissen, die wir aktuell am Markt ausliefern und was diese konkret für Konsequenzen nach sich ziehen können”, sei normal – und ein regelmäßiger Austausch mit Kunden und Interessenten daher notwendig. Gefährden Technologien Redaktionen? Agenturchef Saim Alkan antwortet darauf: “Roboterjournalismus macht die tägliche Arbeit von Redaktionen effizienter. Es geht nicht darum, bestehende Konzepte zu ersetzen, sondern das Angebot am Markt sinnvoll zu erweitern”.

Content-Köche verhindern Inhalte-Einheitsbrei

Jörg Schäffer, Leiter des Produktmanagements bei CoreMedia, setze in seiner Session auf das Bild des Chefkochs. Content zu erstellen ist wie das Kochhandwerk: Es gibt nicht ein Patenrezept, viele Geschmacksarten – und Content-Köche. Das Zusammenspiel der Köche sorgt allerdings dafür, einen Inhalte-Einheitsbrei zu vermeiden. Darum geht es bei der Konzeption von “The Perfect Chef – Sterneküche für das Web”, einer Art “digitaler Showküche” für Webinhalte. Jörg Schäffer präsentierte die Entstehungsgeschichte von „Perfect Chef“ von der initialen Idee bis zur fertigen Umsetzung. Außerdem erläuterte er CoreMedia’s Erfahrungen bei der Umsetzung eines erlebnisorientierten Shops.

Es stellte sich die Frage, ob CoreMedia derzeit  eine “Content-Revolution” im Online-Business spürt. Hierauf Schäffer: “Ich persönlich wünsche mir mehr kontextuellen, relevanten und unterhaltsamen Content, der ein Einkaufserlebnis mit echtem Mehrwert für mich als Kunden schafft – und mich mit einer Marke emotional verbindet“.

Content mit Gefühl

Wie viele Emotionen braucht Content? Auf das Verhältnis von Online-Inhalten zu Emotionen ging Markus Kämmerer von storEmotion in seiner Session ein. Er findet: ”Content ist vor allem einmal Mittel zum Zweck”. Dass es wichtig sei, “guten Content zu erstellen” sei allgemein bekannt. “Überall ein wenig Content einzustreuen” reicht allerdings nicht. Für Kämmerer ist das die Erklärung,”warum eine ‘Content-Revolution’ erst einmal zu kurz greift”. Die Revolution hat erst stattgefunden, wenn “aus Kunden Fans werden”.

 

 

 

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