Google & der Kolibri: Hummingbird stärkt hochwertigen Content

Hummingbird

Er ist klein, wendig und schnell: Kollibris (Engl: Hummingbirds) sind faszinierende kleine Geschöpfe. Nicht ohne Grund setzt Google die Namensgebung seiner Updates mit Tiernamen fort und ergänzt das Portfolio nach Panda und Pinguin nun mit dem “Hummingbird”. Dabei handelt es sich dieses Mal um mehr als ein Update, mit dessen Hilfe kleine kosmetische Korrekturen an der Suchmaschine vorgenommen wurden. Google hat mal eben den kompletten Motor unter der Haube ausgetauscht. Gestärkt wird mit diesem Update vor allem eines: die Bedeutung hochwertigen Contents. Daneben setzt Google den Weg in Richtung semantischer Suchtechnologien konsequent fort.

Entitäten: Google zerlegt Suchanfragen in ihre Bestandteile

Ziel des neuen Updates ist es, Suchanfragen bei Google noch exakter zu analysieren und dem User möglichst “von den Lippen abzulesen”, was er eigentlich sucht. Konkret führt Google nun eine Analyse von Entitäten durch. Was sind Entitäten? Eine gute Definition liefern Andreas Meier, Walter Schnider und Klaus Schwinn in ihrem Buch “Unternehmensweites Datenmanagement: Von Der Datenbankadministration Bis Zum Informationsmanagement”: Sie beschreiben Entitäten als “individuelles und eindeutig identifizierbares Exemplar von Dingen, Personen, Begriffen oder Konzepten”, wobei einzelne Entitäten jeweils durch “Attribute (Eigenschaften) beschrieben” werden. An einem konkreten Beispiel wird die Entitäten Analyse sichtbar. Wenn ein User z.B. “leckeren Kuchen in München-Sendling essen” sucht, dann besteht diese Suchanfragen aus folgenden Entitäten:

  • Kuchen -> Subjekt -> Entität
  • schön -> Attribut zu Entität Kuchen
  • München-Sendling -> Objekt -> Entität
  • essen -> Prädikat, welches Entitäten miteinander verknüpft

Die einzelnen Entitäten werden aus der Suchanfrage herausgegriffen, validiert und mit einem Datenpool bei Google abgeglichen. Im Ergebnis bekommt der User dann beispielsweise eine Auflistung der am besten bewerteten Cafés und Bäckereien angezeigt – und dann noch jeweils in seiner Nähe, je nachdem ob die Standort-Daten übermittelt wurden. Laut Google soll das Ganze bereits so funktionieren. Es ist auf jeden Fall ein Fortschritt und zeigt, wie wichtig semantische Technologien z.B. in der Optimierung der internen Suche von Web-Portalen sind. Durch die sehr granulare Analyse von Content steigen gleichzeitig die Herausforderungen für Webseitenbetreiber, ihre Inhalte entsprechend aufzubereiten. Hier kommt eine weitere Neuerung bei Google ins Spiel, welche die Bedeutung von Content weiter anfeuert – die Berücksichtung von Hashtags.

Doppelkreuz mit dem gewissen Etwas: Bedeutung von Hashtags wird aufgewertet

Hashtags dienten ursprünglich in Twitter dazu, bestimmte Begriffe oder Trendthemen zu kennzeichnen. Mittlerweile finden Hashtags in weiteren sozialen Netzwerken Anwendung, was einige sprachliche Stilblüten hervorgebracht hat. Ein lustiges Beispiel für Hashtag-Sprech kann man in diesem Video mit Sänger Justin Timberlake bewundern:

Hashtags werden nun auch in in den Google Suchergebnissen berücksichtigt. Gleichzeitig verschlüsselt Google seine Suche und liefert Webseitenbetreibern keine Keyword-Daten mehr, die sie mithilfe von Webanalyse-Tools auswerten können. Man muss sich also mit hochwertigen Inhalten “ins Zeug legen”, um weiterhin zu punkten. Die Abkehr von der rein datengetriebenen Bewertung von Content kommt denjenigen zu Gute, die bisher unermüdlich versucht haben, das Content-Business als Must-have im Marketing Mix schmackhaft zu machen.

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